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Ballonerbse

Die Ballonerbse ist bei uns auch unter dem Namen Sutherlandia (frutescens) oder Krebsbusch bekannt. Der bis zu 1m hohe Strauch ist sehr genügsam und vor allem in den kargen Gebieten Südafrikas (Botswana, Namibia, ...) heimisch.
Er gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosae/Fabaceae) - Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae /Papilionoideae) und ist botanisch eng verwandt mit Soja und Erdnuss.

Von den Einheimischen werden die Blätter der Ballonerbse seit Jahrhunderten als Stärkungs- und Kräftigungsmittel geschätzt und zur Verbesserung der Immunabwehr verwendet.
Das Volk der Sotho setzt Sutherlandia als besonders wirksames Blutreinigungsmittel ein und nennt sie deshalb „Lerumo-lamadi" („Speer des Blutes").
Bei den Zulu wird die Ballonerbse gegen Depressionen und bei Trauer verabreicht.

Der Biologe Nigel Gericke befasst sich bereits seit vielen Jahren mit der südafrikanischen Pflanze und behandelt mit Sutherlandia mittlerweile über 700 Einheimische, die mit dem HIV-Virus infiziert sind. Nach seiner Aussage haben sich durch die Einnahme von Sutherlandia Begleiterscheinungen der Infektion wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Antriebslosigkeit und Schwäche deutlich gebessert.

Natürlich werden auch die Folgesymptome anderer chronischer und langwieriger Erkrankungen wie Krebs, Tuberkulose und Hepatitis gemildert.

Sutherlandia fördert weiters die Wundheilung und kann bei verschiedenen Ekzemen erfolgreich eingesetzt werden.

Als Hauptwirkstoffe gelten Canavanin, Pinitol und GABA (Gamma-Amino-Buttersäure). Weiters enthält die Pflanze verschiedene Aminosäuren, Triterpenglykoside, Flavonoide und Saponine; ist aber frei von Alkaloiden.

Canavanin ist eine nicht proteinogene Aminosäure und ein Strukturanalogon von L-Arginin. Es blockiert jene Enzyme aus Makrophagen, die zur Synthese von Stickstoffmonoxid (NO) aus L-Arginin benötigt werden. Canavanin hat antivirale, antimykotische, antibakterielle und antitumoröse Eigenschaften.

Pinitol ist eine antidiabetisch wirksame Substanz, die in vielen Hülsenfrüchten vorkommt. Zwar konnte der genaue Wirkmechanismus noch nicht ganz geklärt werden, aber ein insulinähnlicher Effekt ist bereits nachgewiesen. Besonders Diabetiker mit zu geringer bis fehlender Insulinproduktion profitieren also von Pinitol.

GABA (Gamma-Amino-Buttersäure), eine ebenfalls nicht proteinogene Aminosäure, ist als hemmender Transmitter der Antagonist zum Glutamat (erregender Transmitter). Je nachdem an welchem Rezeptor GABA bindet, kommt es zu entspannender oder anregender Wirkung. Z.B. werden Depressionen, Angstgefühle, Panikattacken und Schlaflosigkeit gelindert, ein erhöhtes Schmerzempfinden und Neigung zu Krämpfen vermindert oder die Reaktions-, Konzentrations- und Lernfähigkeit verbessert. Auch der schnelle Informationsabruf aus dem Gedächtnis hängt von GABA ab. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der korrekten Funktion der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin.

Sutherlandia frutescens

 

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